Krötenzäune schützen vor dem Tod auf der Straße.

Der Straßenverkehr ist eine große Gefahr für Erdkröten auf ihren Wanderungen vom Überwinterungsgebiet in die Laichgewässer. Oft müssen sie dabei Straßen queren und werden leicht von Autos erfasst, da sie sich eher langsam fortbewegen. Aus diesem Grund haben es sich der BUND und die BUNDjugend unter Leitung von Axel Griesau zur Aufgabe gemacht, im Umkreis Neubrandenburgs an vielbefahrenen Wanderwegen der Frösche sogenannte Krötenzäune aufzustellen. Diese werden im Frühjahr mit Hilfe von Interessierten, Freiwilligen und natürlich den Mitgliedern des BUND aufgebaut.

Der Krötenzaun dient dazu, die Amphibien daran zu hindern, die Straße zu überqueren. In bestimmten Abständen werden Eimer in den Boden eingegraben. Während die Kröten versuchen, einen Durchlass im Zaun zu finden und daran entlang wandern, fallen sie in die Eimer. Diese Eimer werden von ansässigen Helfern mindestens jeden Morgen einmal vor Sonnenaufgang über die Straße getragen und die Kröten dort wieder frei gelassen. Dort können sie ihre Wanderung fortsetzen. Auch bei der Rückwanderung muss der Krötenzaun noch funktionsfähig sein und täglich betreut werden.

Die Eimer müssen kleine Löcher im Boden haben, damit Regenwasser ablaufen kann und die Tiere nicht ertrinken. Außerdem ist es wichtig, einen kleinen Stock hineinzulegen, der ein kurzes Stück über dem Rand endet. Dann können Mäuse oder Käfer wieder aus den Eimern klettern.

Zu diesen Krötenzaunaktionen, unserem Anteil am Krötenschutz, laden wir herzlich ein!